Verhärtete Fronten

Dass einem in dieser Auseinandersetzung [mit dem Islam] die falschen „Bundesgenossen“ von rechts auf die Schulter zu klopfen versuchen, kann mich nicht mundtot machen. Ihretwegen werde ich weder der „kritischen Methode“ abschwören, noch mir eine Schere im Kopf verpassen.
Ralph Giordano, Publizist (Quelle: BILD, 4.12.2009)

Die historisch-kritische Herangehensweise lehnen wir ab. Der Koran ist aus unserer Sicht vollkommen. Wir glauben, das ist Gottes Wort.
Ali Kizilkaya, Sprecher des Islam-Dachverbands KRM (Quelle: WAZ)

Osama Bin Laden glaubt das auch.

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Mazyek für Gesellschaftsvertrag

Der umtriebige ZMD-Generalsekretär Aiman Mazyek spricht sich in einer Art offenen Brief an die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU) für einen neuen Gesellschaftvertrag zwischen muslimischen "Neudeutschen" und der "altdeutschen" (?) Mehrheitsgesellschaft aus. Die Schrift weckt Erinnerungen an die neueren Traditionen der islamischen Rechtspflege, die sich erst sehr spät, verstärkt etwa nach der zweiten Niederlage der Osmanen vor Wien (1683) und der einsetzenden Rückdrängung des türkischen Imperiums, mit der Frage auseinanderzusetzen begann, wie sich Muslime unter nichtmuslimischer Herrschaft verhalten sollen und zum "Haus des Friedens" und dem nichtislamisierten "Haus des Krieges" ein drittes schufen, nämlich das "Haus des Vertrags". Mazyeks anvisierte "zweite deutsche Einheit" lässt ausser acht, dass der "Vertrag" bei sich ändernden Mehrheitsverhältnissen, die in dieser Vorstellung gleichbedeutend mit Macht sind, laufend neu ausgehandelt werden muss.
Die Integrationsbeauftragte fordert, dass sie – also die Muslime, Türken und Migranten – die deutschen Werte anerkennen, was immer das sein mag; das deutsche Grundgesetz schweigt sich da jedenfalls aus.
 

Wenn dies jedoch die Anerkennung der Menschenwürde, die Freiheit, das eigene Leben zu gestalten, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau bedeutet, dann sind das selbstverständliche Dinge, die zumindest die nicht bildungsfernen Muslime oder Türken längst in ihrem Alltag verinnerlichen, das weiß auch Frau Böhmer sehr genau.

Mazyek irrt, sofern er tatsächlich glauben sollte, die von ihm im Rahmen dieses rhetorischen Kniffs genannten Werte seien "selbstverständlich". Sie resultieren aus einem Jahrhunderte andauernden Prozess, der nicht etwa abgeschlossen ist und dessen Ergebnisse ohne die ständige Wachsamkeit der Staatsbürger ohne weiteres sogar wieder kassiert werden können – wie die Geschichte lehrt.
Wenn die Menschenrechte also eines nicht sind, dann sind sie "selbstverständlich", wie allein der Blick auf die islamische "Gleichberechtigung" von Mann und Frau beweist, die schon gar nicht Gleichheit vor dem Gesetz bedeutet.

  

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Update: Schmierereien an Dresdener Synagoge – Tatverdächtiger gefasst

Natürlich handelt es sich um einen 39jährigen Algerier, also Moslem, was niemanden überrascht, der die Fakten zur Kenntnis nahm, statt reflexhaft in den Kampf-gegen-Rechts-Modus zu verfallen: http://www.polizei.sachsen.de/lka/4226.htm
Einzelheiten hier: http://maethor.blogg.de/eintrag.php?id=157
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De Maiziere und der islamistische Islam

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere will laut Welt "einiges anders machen" als sein Amtsvorgänger. – Was zum Beispiel? Etwa auf der "Islamkonferenz" Tacheles reden? Wohl kaum, denn:
„Der Islam ist bei uns willkommen, der Islamismus nicht.“

Auch wenn vorläufig nicht geklärt werden kann, worin der Unterschied zwischen Islam und Islamismus besteht – ob vielleicht der eine nur vom Dschihad spricht, während der andere ihn praktiziert – stellt sich der Minister weiteren wichtigen Fragen der Integration:

„Ein zweites großes Thema wird die Gleichberechtigung von Mann und Frau, von Jungen und Mädchen sein“, so der Minister.

Fraglich ist, wie das durchgesetzt werden kann, nachdem es der unter de Maizieres Amtsvorgänger initiierten "Islamkonferenz" noch nicht einmal gelungen ist, einen der Hauptverantwortlichen für die real existierende Ungleichberechtigung zu benennen – den Islam. In Anbetracht der Tatsache, dass der Bundesinnenminister bevorzugt mit Islam-Funktionären konferiert, deren Beziehungen weit ins "islamistische" Lager hinein reichen, ist das allerdings wenig erstaunlich.
Doch vielleicht bringt uns das bei der Beantwortung der Frage, was Islam, was Islamismus sei, auf die richtige Spur: Islamismus ist orthodoxer Islam. 

 
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Prof. Nagel redet Klartext

PI verlinkt auf ein bemerkenswertes Interview mit dem anerkannten Islamwissenschaftler Prof. Tilman Nagel. Bemerkenswert nicht nur deshalb, weil Nagel bestätigt, dass der Islam weder besonders friedlich, noch besonders tolerant sei – schon gar nicht nach den Maßstäben, welche die kulturelle Moderne an die in stetigem Wandel befindlichen Begriffe "Friede" und "Toleranz" legt.
Und dann fallen folgende Sätze, welche direkt auf die "sogenannte Kairoer Erklärung der Menschenrechte" gemünzt scheinen, in der die OIC (Organisation of Islamic Council) die Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt stellt – also de facto aushebelt:

Lieber als Toleranz scheint Muslimen in Diskussionen ohnehin das Wort „Respekt“ zu sein – wobei viele diesen Respekt gegenüber der eigenen Religion in Europa vermissen.

Nagel: Ich kann Menschen respektieren – aber hier wird die Respektierung eines religiös begründeten Gedankengebäudes gefordert, das selbst massiv den Anspruch auf universale Geltung erhebt. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist die „Islamophobie“. Der europäische Menschenrechtsbeirat hat sie schon als verwerflich gebrandmarkt, und der UN-Menschenrechtsbeirat greift das zum Teil auf. Ich halte das für falsch – die Menschenrechte beziehen sich auf den Menschen, nicht auf das, was er glaubt. Islamophobie muss erlaubt sein, man kann nicht eine Meinung oder Glaubenshaltung unter Schutz stellen. Das ist eine bedenkliche Umdefinierung der Menschenrechte.

Auf die letzte Frage des Interviews gibt Nagel eine Antwort, die alle "Islamexperten" aufhorchen lassen sollte, die sich bereits so weit mit ihrem Forschungsobjekt identifizieren, dass sie sich selbst wie Imame anhören – die Lüders, Steinbachs und Schiffauers dieser Nation, deren Aussagen weniger über den Islam informieren, sondern ihn vielmehr der nichtmuslimischen "Altgesellschaft" als neues Heilsobjekt präsentieren: 

Gibt es etwas, was Ihnen am Koran besonders sympathisch ist?

Nagel: Ich muss gestehen, ich habe nie darüber nachgedacht, was mir am Koran gefallen könnte. Was ich sympathisch finde – wenn man von der Theorie weggeht, der Koran sei Gotteswort –, ist die zum Teil erstaunliche Offenheit, in der Mohammed sich und seine Interessen darstellt und sich damit selbst entblößt.

Jeder, der den Koran bewußt gelesen hat, kennt den Charakter Mohammeds und seiner Überlieferung – Zielstrebigkeit und Rücksichtslosigkeit. Was hier zum Ausdruck kommt, ist aber die gesunde Distanz zwischen Forscher und Forschungsobjekt, das A und O in der Wissenschaft, erst recht in der Kulturwissenschaft. Hoffentlich schreiben sich das Nagels jüngere Kollegen in Islamwissenschaft und Orientalistik hinter die Ohren!

Hier das ganze Interview bei "Die Presse"!

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Raddatz: “Rechtsstaat und Scharia”

Orientalist Dr. Hans-Peter Raddatz schreibt in der katholischen "Neuen Ordnung" nach wie vor höchst interessante – wenngleich nicht immer leicht verständliche – Artikel zum Islam bzw. über die Eigenheiten des sogenannten "Dialogs" mit ihm. Der Artikel aus der aktuellen Ausgabe der NO ist vollständig betitelt mit "Rechtsstaat und Scharia. Islamdialog zwischen Christenverfolgung und Moscheebau". Da die Moschee bekanntlich niemals nur ein reiner Sakralbau war, sondern in ihr und ihrem engsten Umfeld zu jeder Zeit profan-weltliche Dinge wie Warenumschlag und politische Indoktrination ihre Heimstatt hatten, fällt ihr in der Koordinierung des muslimischen Alltags traditionell eine Bedeutung zu, die weit über die Rolle der Kirche und der Synagoge im Christen- bzw. Judentum hinausgeht.
Dazu gehört auch Nahme und Vergabe der Zakat, die in der westlichen Orientalistik nach wie vor häufig als Almosensteuer bezeichnet wird, was falsch ist, da das Almosen notwendigerweise Assoziationen mit dem christlichen Wert der Nächstenliebe weckt.
Zakat ist eine der 5 Säulen des Islam, jenem lange nach Mohammeds Tod aus dem Koran kompilierten System, das dem frühen Islam neben dem Dschihad auch ein auf Ritenfrömmigkeit basierendes Heilsversprechen stiftete. Heute wird sie auch als "vergessene Säule des Islam" bezeichnet, weil mit der Übernahme des westlichen Nationalstaatsmodells in der "islamischen Welt" die Strukturen zur Nahme und Vergabe von Zakat zusammenbrachen. In den wenigsten "islamischen" Staaten wird Zakat heute direkt durch eben den Staat erhoben.
Grundlage von Zakat ist wie erwähnt der Koran:
Die Almosen (sadaqaat) sind nur für die Armen und Bedürftigen bestimmt, (ferner für) diejenigen, diedamit zu tun haben, (für) diejenigen, die (für die Sache des Islam) gewonnen werden sollen, für (den Loskauf von) Sklaven, (für) die, die verschuldet sind, für den heiligen Krieg und (für) den, der unterwegs ist. (Dies gilt) als Verpflichtung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise. (Sure 9, Vers 60, übers. nach Paret)

Oder mit anderen Worten: Zakat ist da für die Ausbreitung des Islam.
Nun führt Dr. Raddatz aus:

Dabei bildet der Ritus-Alltag-Verbund als Lebensmitte der  islamischen Kultur das zwingende Ergebnis der in Koran und Tradition stereotyp wiederholten Notwendigkeit von Gebet  (salat) und Bußopfer (zakat). Letzteres wird allzu oft als „Almosensteuer“ mißverstanden, geht jedoch in seiner  sakralen und profanen Wirkung weit über den Inhalt dieses  Begriffes hinaus. Zakat als Bußopfer bedeutet zugleich  Reinigung, Rechtfertigung und Wachstum, womit – dem Ablaßbetrieb und nachfolgenden Calvinismus nicht unähnlich  – die Einbindung des privaten Besitzes in das islamische  Gemeinwohl gewährleistet und für den großzügig Spendenden die Heilszusage Allahs abgesichert werden  sollen. So wie das Gebet den Tagesablauf regelt, so sorgt das Bußopfer dafür, daß sich das gesamte islamische Geschäftsleben unter der Ägide der Scharia vollzieht.
Leicht erkennbar führt diese Schnittstelle auch die westliche  Chimäre einer Trennung von Islam und Islamismus ad  absurdum. Natürlich ist das Gegenteil der Fall: „Gemäßigter“ Islam und „radikaler“ Islamismus treiben nach außen ein dialektisches Verwirrspiel, das sich nach innen – über Gebet  und Bußopfer – als „der Islam“ vollzieht und nach außen im  institutionellen Tandem der Moschee und Stiftung sichtbar  wird. Wer regelmäßig betet, zumindest am politischen Freitags-„Gebet“ teilnimmt, und seinem Besitzstand  angemessen spendet, ist ein vollwertiger Muslim und kann  nicht nur mit dem Wohlwollen Allahs und der Gemeinschaft, sondern auch damit rechnen, von den Repressalien der  Islamisten verschont zu bleiben.

Übertreibung? Selektive Wahrnehmung? Keineswegs. Ich hole einen Artikel der "Islamischen Zeitung" aus den Tiefen des Blog-Archivs, in dem ein praktizierender Muslim, Khalil Breuer, Zakat in seinen eigenen Worten erklärt:

[Im Namen der Koordinierung aller Muslimverbände ist es interessanter,] die Muslime nach dem höchsten gemeinsamen Nenner auszurichten. Dieser höchste Nenner ist beispielsweise die Zakat, eine der Säulen des Islam und in der Offenbarung gleich Dutzende Mal in der Bedeutung mit dem Gebet gleichgesetzt.

Wer immer die Muslime in Deutschland repräsentieren will, muss also auch solche Fragen, die augenblicklich eine Priorität haben, klar beantworten. In einem Land, dass immer größere ökonomische und soziale Probleme hat, ist die Nahme der Zakat und die lokale Verteilung elementar. Hier braucht es wirklich Koordination! Die Zakat wird gesammelt und verteilt zum Wohle der Muslime im Lande, wie jeder weiß, ohne dass die ethnische Zugehörigkeit etwa eine Rolle spielt.

So gesehen ist die korrekte Nahme und Verteilung der Zakat der größte und wichtigste Einheitsstifter der Muslime. Oder mit anderen Worten: Ohne Zakat keine Einheit, keine Glaubwürdigkeit, keine Ziele und notwendigerweise eine schleichende Wandlung von ehemals politischen Formationen hin zu religiös motivierten Wirtschaftsunternehmen. (Quelle: Islamische Zeitung, Artikel ohne Online-Abonnement nicht mehr aufrufbar)

Berücksichtig man die Restauration der Zakat-Säule und anerkennt, dass der deutschland- und europaweite "Dialog" mit dem Islam die orthodoxen vor den säkularen Muslimen bevorzugt und Agnostiker usw. in der Integrationsdebatte erst gar nicht vorkommen, ist die weitere Verflechtung zwischen Politik und Religion zu Lasten der Nichtmuslime vorprogrammiert.
Übrigens nennt auch Aiman Mazyek (ZMD) Zakat vorsichtshalber nicht Zakat. Doch für Islamisten ist es wesentlich, dass sie das Wesentliche verschweigen:

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Auch die ZEIT glättet nun die “Wellen der Empörung”

Heute begibt sich auch die ZEIT auf die Spuren von Sulaiman Wilms (s.u.)  und will dazu beitragen, die Wogen zu glätten, die der Mord an Marwa E. geschlagen hatte – mit einem besonders kruden und perfiden Vergleich mit dem sogenannten "Karikaturenstreit":
Die arabischen Sender und Zeitungen berichteten mit wenigen Ausnahmen ausgewogen und würdigten die Entscheidung der Richter sowie die Tatsache, dass Deutschland eben keine Todesstrafe verhängt. Thema war der Prozess vor allem auf dem in Katar beheimateten Satellitenkanal al-Dschasira und natürlich in den ägyptischen Medien. In vielen anderen arabischen Ländern war er nicht mehr als eine Meldung wert oder wurde ganz übersehen.

Das sagt viel aus über den Scherbiny-Fall. Er ist ganz anders gelagert als der Karikaturenstreit von 2005 und 2006. Damals hatten ein dänisches Boulevardblatt und der damalige Premier und heutige Nato-Generalsekretär Rasmussen die arabische Welt monatelang provoziert, die Zeitung durch den Abdruck von Mohammed-Karikaturen, Rasmussen durch seine Nicht-Reaktion, bis schließlich Islamisten und Scharfmacher in Damaskus, Beirut und anderen Städten Botschaften in Brand steckten.

Der Mord an Scherbiny dagegen wuchs sich gar nicht erst zur internationalen Krise aus. Die Deutschen reagierten zwar spät, aber sie hatten Glück, dass es nicht zu spät war. Am Ende konnten deutsche Politiker, die Stadt Dresden und die deutsche Botschaft in Kairo die Wogen mühsam glätten. Dänemark hat die Krise herbeigeführt, Deutschland hat sie abgewendet.

Man kann nur darauf spekulieren, wie diese selektive Wahrnehmung zustande kommt: Unwissenheit, intellektuelles Unvermögen oder böse Absicht. Jedenfalls wird mit keinem Wort erwähnt, dass im Falle des sogenannten Karikaturenstreits kaum eine handvoll Zeitungen die Karikaturen aus Jyllands Posten nachdruckte, weil die meisten Redaktionen die Hosen voll hatten, es wird auch nicht erwähnt, dass "dänische" Imame im arabischen Raum das Volk verhetzten, im Gepäck mit gefälschten Zeichnungen, die angeblich in einer Zeitung standen, die dort niemand gelesen haben konnte, und schließlich wird nicht gesagt, dass "Islamisten und Scharfmacher" nicht nur Botschaften abfackelten, sondern Dutzende von Ungläubigen gleich dazu. Dass sie es sind, die die Krise heraufbeschworen haben, kommt dem Schreiber der ZEIT nicht in den Sinn.

Tenor des Artikels ist: bei Dänemark konnten die Muslime gar nicht anders, als provoziert und beleidigt Amok zu laufen, bei Deutschland bleibt ihnen das erspart, weil ein Urteil gefällt wurde, das mit islamischen Maßstäben vereinbar ist.

Dänemark hat die verdiente Abreibung bekommen, weil es die Pressefreiheit und die Freiheit der Rede aufrechterhalten hat. Deutschland hingegen ist vor der anzunehmenden Empörung eingeknickt.

Von der Unabhängigkeit der Gerichte hat der ZEIT-Schreiber vermutlich noch nie gehört.

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ZMD saugt weiter Honig aus Dresden

Dass der Mord an Marwa E. vom Augenblick der Tat an bis zur Urteilsverkündung am vergangenen Montag von muslimischen "pressure groups" im In- und Ausland benutzt wurde, um das "Haus des Islam" auf Kosten der Nichtmuslime zu erweitern, ist nun auch der "Islamischen Zeitung" aufgefallen, siehe den Artikel von Sulaiman Wilms dort. Eine eindeutige Kritik an der Praxis, menschliche Schicksale vor den eigenen politischen Karren zu spannen, übt Wilms freilich nicht. Er wünscht lediglich, dass sich "die Wellen der Empörung legen mögen". Es sei wohl besser, "Engagement und Mobilisierung" der Muslime durch "konstruktive Positivität" zu erreichen – zu welchem Zweck lässt Wilms allerdings offen. Halten wir fest, dass in diesen Tagen zwei Konzerte der Sächsischen Staatskapelle aus Dresden in Kairo und Alexandria entfallen mussten, weil die Veranstalter nicht für die Sicherheit der Musiker sorgen konnten und weil die Verwandtschaft von Marwa E. sich angeblich für deren Fernbleiben ausgesprochen hatte. Mit anderen Worten: im Land der Muslimbruderschaft sind zur Zeit Deutsche nicht mehr sicher. 
Inzwischen liefert der "Zentralrat der Muslime" ein weiteres Beispiel für gelenkte "Wellen der Empörung". Ein Kommentar zu den antijüdischen Schmierereien an der neuen Dresdner Synagoge gibt die Richtung vor, indem die Tat als "rassistisch" und "fremdenfeindlich" bewertet wird. Da sich jedoch keins von beiden von selbst beweist, muss die Urheberschaft durch die rechtsextremistische NPD bzw. ihre Sympathisanten als reine Spekulation in den Raum gestellt werden, muss vor allem auf die Wiedergabe jeglicher Information verzichtet werden. Die "verfassungsfeindlichen Parolen" lauteten en detail so: Fuck the Juden, Monkey! – Scheiß Juden! – Killers of Children. Der ZMD berichtet über Hakenkreuze an der Synagogenmauer (übrigens seitenverkehrt gezeichnet), verschweigt aber, dass diese durch ein Gleichheitszeichen mit dem Davidsstern verknüpft waren. (Bilderstrecken in anderen Online-Medien zeigen dies hingegen deutlich, kommentiert wird der Sachverhalt hingegen nicht). Außerhalb der "antizionistischen" (also links-autonom antisemitischen) und "islamistischen" Szene ist diese auffällige Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Judentum aber völlig unbekannt. Darüber hinaus verweist die Gleichsetzung von Juden mit Affen, "monkeys", direkt auf den Koran, die Gleichsetzung mit Kindermördern direkt auf die Propaganda der radikalislamischen Hamas. Keines dieser Details lässt also auf einen rechtsextremistischen Hintergrund schließen, weshalb die Ermittlungen der "SOKO Rechtsextremismus" in dieser Richtung ins Leere laufen dürften.
Anders als der ZMD meint liegt die Brisanz des Vorfalls weniger in der zeitlichen Nähe zum Jahrestag der "Progromnacht" (sic) von 1938 als vielmehr in dem Umstand, dass mehrere islamische Gruppierungen – darunter Anhänger des wahabitischen Hasspredigers Pierre Vogel – angekündigt hatten, am Tag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den Mörder von Marwa E. vor Ort zu sein. Doch da Faktentreue den Zwecken des "Zentralrats" hier eher abträglich ist, wird die eigene "Community" lieber auf mehr Engagement gegen "Fremdenfeindlichkeit", "Rassismus" und "Islamophobie" eingeschworen.
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John Mandeville – Vom Glauben der Sarazenen

John Mandeville will im 14. Jahrhundert in Palästina gewesen sein und hat nach seiner glücklichen Rückkehr einen Bestseller über seine Reise verfasst. Viele Schilderungen sind zumindest fragwürdig, anderes offenbar frei erfunden. Dann gibt es wieder Passagen, in denen der Autor erstaunlich sachlich wird und in nüchternen Worten dem Leser reine Informationen an die Hand gibt – zum Beispiel über den Islam.
Warum ich geneigt bin, Mandevilles Urteil größeres Gewicht einzuräumen, als unseren zeitgenössischen "Islamexperten"? Weil es im Mittelalter noch keine political correctness gab und es nicht als notwendig erachtet wurde, sämtliche Segnungen der Menschheitsgeschichte auf den Islam und die Araber zurückzuführen – auch wenn es hinten und vorne nicht stimmt. Nun hat aber Mandeville das Wort:

Nachdem ich nun die Sarazenen erwähnt habe, will ich euch von ihrem Glauben erzählen, wie er in ihren Büchern beschrieben ist, die Mohammed ihnen gegeben hat. Ihr Buch heißt Koran, etliche nennen es Mescolen, etliche Armen, je nach Dialekt und Sprache. Auch ich habe dieses Buch gesehen. In ihm steht geschrieben, dass die Guten ins Paradies kommen, die Bösen aber in die Hölle hinabfahren – das glauben auch alle anderen Heiden. Wenn man sie fragt, was das Paradies sei, sagen sie eine Stätte der Wollust, wo man vielerlei Frucht zu aller Zeit findet und wo Flüsse aus Milch und Honig fließen. Dort gibt es die schönsten Paläste, die man sich denken kann, und jeder darf in einem Palast wohnen. Alle haben Weiber, die noch Jungfrauen sind, und sie bleiben es auch, obwohl sie alle Tage mit ihnen zu tun haben.

Auch sollt ihr wissen, dass sie gerne von unserer Frau erzählen hören. Sie sagen, dass Maria dem Engel begegnete, dass er ihr verkündete, sie solle schwanger werden von dem Heiligen Geist, und dass sie ein Kind gebären und dennoch nach der Geburt Jungfrau bleiben solle. Das steht so in ihrem Koran.

Auch steht in diesem Buch, dass Jesus Christus ein heiliges Kind, ein heiliger Prophet und ein gerechter Mann war. Sie glauben, dass unsere Frau nach der Verkündigung des Engels voller Angst war, da sie befürchtete, der Engel wolle sie betrügen. Denn es gab in diesem Land einen Zauberer namens Talenya, und sie meinte, derselbe wolle sie verzaubern. Da beschwor sie den Engel und er sprach, sie solle sich nicht fürchten, denn er sei ein wahrer Bote Gottes. So steht es in ihrem Buch.

Desgleichen sagt ihr Buch, dass unsere Frau, nachdem das Kind in der Krippe, bei Ochse und Esel, lag, sich schämte und weinte und am liebsten sterben wollte. Da sprach das Kind alsbald und tröstete sie: „Mutter, erschrick nicht, denn Gott ist mit dir, der die Welt beschützt.“

An anderer Stelle steht in ihrem Buch, dass unser Herr redete, sobald er geboren war. Es steht dort auch geschrieben, dass Jesus vom allmächtigen Gott als Zeichen für alle Menschen geschickt wurde. Und dass am Jüngsten Tag Gott alle Menschen richten werde: Die Guten dürfen bei ihm bleiben, die Bösen seien verdammt und kämen in die Hölle.

Es heißt dort weiter, dass Jesus der größte aller Propheten sei, dass er nie sündigte und Gutes lehrte. Dass er die Blinden sehend machte, die Lahmen gehen ließ und die Toten auferweckte. Auch steht in ihren Bücher die frohe Botschaft: „Der Engel Gabriel wurde geschickt.“ Ihre Gelehrten halten das Evangelium in großen Ehren und sprechen es auch in ihren Gebeten mit großer Andacht.

Einen Monat im Jahr fasten sie und essen nichts, bis es Nacht wird. Auch haben sie mit ihren Weibern den ganzen Monat nichts zu schaffen. Die Kranken müssen aber nicht fasten.

Ihr Buch sagt, dass die Juden böse seien, weil sie nicht an Jesus und Maria glauben. Nach ihrem Buch wurde aber Jesus nicht gekreuzigt und fuhr auch nicht gen Himmel. Sie sagen, ein anderer wurde an seiner Stelle gekreuzigt, der sich in seine Gestalt verwandelt habe: Es sei Judas Ischariot gewesen, der von den Juden getötet wurde.

Sie meinen, die Christen hätten einen falschen Glauben, weil sie sagen, dass Jesus getötet wurde, der doch unserem Herrn ein guter Freund war. Und sie sagen, unser Herr könne kein gerechter Richter sein, wenn dies wahr wäre, weil Jesus unschuldig war und nie eine Bosheit begangen hatte. Wir irren ihrer Meinung nach in unserem Glauben, denn die Gerechtigkeit Gottes habe dies große Unglück verhindern müssen.

Sie sagen, die Evangelien seien wahre und gute Lehren. Maria war auch nach ihrer Auffassung eine heilige Jungfrau vor und nach der Geburt. Und daher sind sie leicht zu bekehren, da sie vieles glauben, was auch wir glauben. Wenn man ihnen erzählt von Jerusalem und Jesus Christus und ihnen die Propheten auslegt, so hören sie dies gern und sagen, dass Mohammeds Glaube wie der Juden Glaube vergehen werde, doch der Glaube der Christen werden die Zeiten überdauern.

Wenn man sie fragt, woran sie glauben, so sagen sie: „An Gott, der Himmel und Erde und alle Dinge geschaffen hat, und an den Jüngsten Tag, an dem ein jeder den Lohn bekommt, den er verdient hat. Und dass Gott gesprochen hat durch der Propheten Mund.“

Mohammed gebietet in seinem Buch, dass sie zwei, drei oder vier Weiber nehmen sollen. Sie nehmen aber bis zu neun Weiber und Kebsweiber, so viele sie wollen. Und wenn dem Mann eines der Weiber nicht gefällt, so kann er sie aus dem Haus jagen und ein anderes nehmen. Aber er muss ihr etwas mitgeben.

Wenn man mit ihnen über den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist redet, sagen sie, es seien drei Personen und nicht ein Gott, denn ihr Koran sagt nichts über die heilige Dreifaltigkeit. Auch wenn man sagt, Gott habe durch Jesus zu ihnen gesprochen, antworten sie, sie wüssten wohl, dass er zu ihnen gesprochen habe, sonst sei er nicht ihr Gott.

Wenn man zu ihnen sagt, dass der Sohn Gottes auf sein Wort hin von Maria geboren wurde, wie es der Engel verkündet habe, und dass wegen dieses einen Wortes alle Welt auferstehen werde und vor Gericht stehen müsse – so erwidern sie, es sei wahr, dass dem Wort Gottes niemand widerstehen kann. Denn der Stärke der Worte Gottes könne sich keiner widersetzen. So steht es im Koran.

Auch sagen sie, Abraham sei Gottes Freund gewesen, und Moses sein Prophet, Jesus war Gottes Wort und Mohammed sein Bote. Von den vieren aber sei Jesus der Würdigste und Höchste.

Auch kennen sie die Bibel in ihrer Schrift und die Prophezeiungen, sie verstehen sie aber anders als wir.

Nun will ich sagen, warum die Sarazenen meinen, die Juden und Christen seien böse. Die Juden, so sagen sie, seien böse, weil sie die Gebote, die Gott ihnen durch Moses gegeben hatte, gebrochen haben. Und die Christen sind böse, da sie die Gebote der Evangelien nicht befolgen.

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Islamischer Fundamentalismus und Gutmenschen

Geht das zusammen? – Aber ja, sogar ganz hervorragend. Mehrfach hat dieses Blog bereits den Umstand dokumentiert, dass die Funktionäre der Islam-Verbände in Deutschland ganz offenbar bestrebt sind, Kritik am Islam als "Islamophobie" und Fremdenfeindlichkeit oder gar "Rassismus" abzustempeln, um so jede Islamkritik mundtot zu machen. Typischerweise kommt von denselben Funktionären keinerlei Reaktion bei islamspezifischen Delikten wie häuslicher Gewalt, "Ehrenmorden" etc. Dramatisch dabei ist jedoch, dass eine ganze Kohorte von staatlich bestallten "Experten" den Fundamentalisten in die Hände spielt. In der aktuellen Ausgabe der "antideutschen" Politik-Zeitschrift "Bahamas" umreißen die Redakteure Justus Wertmüller und Sören Pünjer genau diese Problematik!
Die "Bahamas" ist immer lesenswert, denn die Artikel sind in den Analysen zumeist erfrischend unideologisch und völlig zutreffend. Zitat aus Ausgabe 58/2009:
In der Heitmeyer-Studie „Deutsche Zustände“, die auf alljährlicher empirischer Forschung aufbauend „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ untersucht, findet sich eine inzwischen weit über Antira- und Wolfgang Benz-Kreise hinaus anerkannte Definition von Islamophobie: „Unter dem Begriff Islamophobie haben wir […] generell ablehnende Einstellungen gegenüber Muslimen, pauschale Abwertungen der islamischen Kultur und distanzierende Verhaltensabsichten gegenüber Muslimen zusammengefasst.“ Das heißt: Um sich nicht dem Vorwurf der Islamophobie auszusetzen, wäre jeder Versuch zu unterlassen, das Phänomen Islam mitsamt seinen Anhängern in religions-, kultur- oder ideologiekritischer Absicht auch nur anzusehen. Denn das ist ohne eine „distanzierende Verhaltensabsicht“ gar nicht möglich. „Unser Konzept der Islamophobie beruht auf negativen Einstellungen und Verhaltensintentionen gegenüber einer Gruppe, zu der man selbst nicht gehört.“ (Deutsche Zustände Folge 4, Frankfurt am Main 2006 S. 137f.) Man ersetze nur einmal zur Probe Islamophobie durch Antifaschismus und man bekommt einen Eindruck von der intellektuellen Kapazität eines bundesweit hoch geachteten Instituts.
Es beginnt alles schon mit einer angeblich genau definierten Gruppe, den Moslems. Nach der Definition von Heitmeyer, Hippler und Fanizadeh sind das offenkundig alle in Deutschland lebenden Menschen, die aus Staaten oder Territorien stammen, in denen der Islam die Mehrheitsreligion ist, also allen voran „die“ Türken und „die“ Palästinenser. Das funktioniert schon deshalb nicht, weil so unter die aus der Türkei stammenden „Muslime“ plötzlich auch die Aleviten (immerhin 30 Prozent) gezählt werden müssten, die weder am Ramadan fasten noch die Gebetszeiten einhalten, keine Geschlechterapartheid praktizieren und schon deshalb den Kopftuchzwang ablehnen. Der fromme sunnitische Moslem hält sie für Abtrünnige und der türkische Staat haut ihnen unverdrossen den Stempel: Religionszugehörigkeit islamisch in den Pass wie den bekennenden Atheisten türkischer Staatsangehörigkeit auch. Die Annahme einer muslimischen Herkunft (Fanizadeh) ist keineswegs aus Oberflächlichkeit zum bestimmenden Merkmal einer Minderheit erklärt worden, deren Perspektiven wir zur unseren machen sollen. Es wird definiert, was die entsprechenden Pressuregroups sich wünschen. Das sind konkret fast alle türkischen Vereine, ob laizistisch oder islamisch, alle arabischen Vereine und nicht zu vergessen die hinter ihnen stehenden Staaten und Organisationen, von denen eine Al-Quaida heißt. Der deutsche Staat und seine Sozialwissenschaftler und Soziologen unterstützen aktiv Entwicklungen, die nicht dem friedlichen Zusammenleben im Land nützen, denn es wird zunehmend unfriedlicher, sondern ordnen sich Sachzwängen unter, die hinzunehmen zur internationalen Konfliktvermeidung für nötig erachtet wird.

(Hervorhebungen von mir)

Dem ist nichts hinzuzufügen!
Hier der ganze Text: Die wahren Mörder von Marwa E.

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